4. bis 8. Mai 2006:

Abendgymnasium meets Klassik

Ehemalige des 3. Abiturjahrgangs treffen sich zum 40. Abiturjubiläum in Weimar

Es ist schon eine Weile her, da Elmar Eissing und seine Mitstudierenden das Abiturzeugnis überreicht bekamen. 1965, das 6. Jahr des Bischöflichen Abendgymnasiums, so der damalige Name, feierte damals seinen dritten Abiturjahrgang. Und heute, 40 Jahre später - naja, zugegeben, es sind inzwischen 41 Jahre später - heute also treffen sich die Ehemaligen dieses Jahrgangs dort, wo Goethe einst sein berühmtes Gedicht "Über allen Wipfeln ist Ruh" verfasste. Von dieser erlebnisreichen Weimar-Reise teilte uns der Ehemalige Eissing jetzt mit:

Bilder aus Weimar, wo sich die Ehemaligen (links) des Abiturjahrgangs 1965 nach 41 Jahren trafen

"Die Abende gehörten der Geselligkeit im Köstritzer Schwarzbierhaus wie auch im 'Elephanten-Keller' des Hotels Elephant. Hier wurden die Erinnerungen an die alten Geschichten aus der Zeit am Abendgymnasium wach. Manche Anekdote und manche Lehrer-Parodie erheiterte die Runde.

Aber es wurden auch ernste Gespräche geführt. Ein Thema war z. B.: Welche nachhaltigen Einflüsse hat das Abendgymnasium auf uns, jetzt im zeitlichen Abstand betrachtet, gehabt? U. a. wurden folgende Fähigkeiten und Einstellungen genannt, deren maßgebliche Entwicklung wir der Schule mit ihren hervorragenden Lehrern verdanken. (...):

  • Die Fähigkeit, aus einer Flut von Informationen das Wesentliche erkennen zu können (abstraktes Denken) hat manchem in seiner beruflichen Laufbahn sehr genützt.
  • Im Deutschen konnte man eine schlechte Note bekommen, geschenkt; stand aber als Randbemerkung 'Phrase', so war man beschämt. Wenn wir auch heute noch gegen Sprechblasen sensibilisiert sind, so ist das mit eine Folge dieser Pädagogik.
  • Die Hinführung zur Literatur und zu naturwissenschaftlichen Themen sowie in ganz besonderer Weise zur Religion und zu weltanschaulichen Fragen vor dem Hintergrund griechischer und römischer Wertvorstellungen war vielleicht das, was heute nach so langer Zeit noch am nachhaltigsten wirkt. Damals - im Stress um Arbeit, Schule und Abitur - ist uns das wohl nicht so klar geworden wie heute.

Es ist unsere Überzeugung, dass das Abendgymnasium weit über die Erlangung der Hochschulreife hinaus tiefe Spuren hinterlassen hat. Unser Dank gehört ihm dafür in ganz besonderer Weise."

Elmar Eissing, Abiturient des Abendgymnasiums 1965

Treffen im "Elephantenkeller" (von links nach rechts): Hans-Jürgen Müller, Ernst Bastian, Elmar Eissing, Alfred Peter, Eckhart Stratmann, Gert Scholand, Willi Butzek.


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(oder per Post an die Anschrift des Abendgymnasiums)

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